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Chancen-Festival mit Punkteteilung

Im Spiel der 2. Frauen erspielen sich beide Teams eine ganze Reihe an Torchancen und luden sich gegenseitig regelmäßig zum Toreschießen ein. Doch die Zielgenauigkeit bei starkem Wind war auf beiden Seiten ausbaufähig und so teilten sich die Löwinnen als Aufsteiger die Punkte mit dem Absteiger aus der Oberliga. In der Nachspielzeit hatte Alina Schiedung eine Ecke von Alysha Jakubowski per Kopf ins Netz befördert, BTSV-Torfrau Darleen Hermanski hielt mit mehreren tollen Paraden den Punkt fest.

Eintracht-Coach Sebastian Thies entschied sich für folgende Aufstellung: Darleen Hermanski (TW) – Alina Schiedung, Dilara Esen, Deike Hicken (46. Charlotte Matuschek) – Alysha Jakubowski, Lisa-Marie Naujoks (C), Leandra Hampe-Michels, Lenja Kastner (71. Svenja Lemke) – Dilara Gruschka (78. Josephine Michler) – Lilly Schröder (46. Jelka Dehmel), Christiane Sturm (84. Melina Melzig)

Wenige Augenblicke waren gespielt, als die Gäste eine gefährliche Ecke in die Gefahrenzone schlugen. Eine Eintracht-Verteidigerin konnte klären, der Ball sauste aber dennoch knapp am Tor vorbei. Auch die anschließende Ecke wurde gefährlich. Eine zu kurz geratene Klärungsaktion fiel vor die Füße eine FFC-Akteurin, die aus 13 Metern den rechten Winkel anvisierte, doch Darleen Hermanski segelte nach einem Hechtsprung durch die Luft und kam noch entscheidend mit den Fingerspitzen an den Ball. Die dritte Ecke in Folge wurde dann nicht gefährlich. Fünf Minuten später zischte ein Fernschuss knapp am Eintracht-Tor vorbei. Zehn Minuten danach kam der Fernschuss zwar aufs Tor, Darleen Hermanski pflückte die Kugel aber souverän aus der Luft.

Zwei Zeigerumdrehungen danach leisteten sich die Löwinnen einen Fehlpass im eigenen Aufbauspiel und plötzlich war der Oberliga-Absteiger frei durch, doch Darleen Hermanski machte es im direkten Duell mit der Gegenspielerin klasse und verhinderte mit einer starken Parade den Rückstand. Wenige Augenblicke später kamen die Gäste nach einem Steckpass aus leicht spitzem Winkel völlig frei zum Abschluss, doch wieder war Darleen Hermanski da, parierte souverän und hatte den Ball im Nachfassen sogar sicher. Dann kamen die Löwinnen erstmals gefährlich zum Abschluss. Leandra Hampe-Michels überrumpelte mit einem flach ausgeführten Freistoß die Hintermannschaft von Renshausen und Lilly Schröder kam aus elf Meter zum Abschluss, bugsierte die Kugel aber genau in die Arme der Torfrau. Eine Viertelstunde vor der Pause bekamen die Blau-Gelben eine Flanke von der linken Seite nicht geklärt, sodass die Kugel der Nummer 18 vor die Füße fiel, die Darleen Hermanski keine Chance ließ und aus zwölf Metern unhaltbar zur Gäste-Führung traf, das 0:1.

Direkt der Angriff danach brachte einen Freistoß für die Löwinnen, den Leandra Hampe-Michels scharf vors Tor schlug. Dort klärten die Gäste in höchster Not erneut zur schussstarken Mittelfeldspielerin, die aus 20 Metern den Abschluss suchte, aber geblockt wurde. Auf der anderen Seite köpfte der FFC Renshausen eine Ecke hauchzart am Tor vorbei. Noch gefährlicher wurde es nach dem folgenden Abstoß, denn die Blau-Gelben verloren am eigenen Strafraumrand den Ball, doch Darleen Hermanski bügelte auch diesen Ballverlust aus und parierte den Flachschuss aus 17 Metern erneut stark. Kurz darauf eroberte Leandra Hampe-Michels den Ball mit einem resoluten Pressschlag und die Löwinnen hatten eine drei gegen zwei Überzahlsituation, doch die Schiedsrichterin unterbrach die Partie. Eine Spielerin der Gäste hatte sich im Augenbereich verletzt und konnte auch nicht mehr weiterspielen. Gute Besserung!

Nach einigen Minuten Unterbrechung ging es dann weiter und direkt aus dem Schiedsrichterball ergab sich der nächste Eintracht-Abschluss. Kapitänin Lisa-Marie Naujoks zog aus der zweiten Reihe ab, den wuchtigen Distanzschuss hatte die Torhüterin der Gäste erst im Nachfassen unter Kontrolle. Ein paar Minuten danach kam Dilara Gruschka nach einem Einwurf von Alysha Jakubowski in Ballbesitz und legte für Leandra Hampe-Michels ab, die aus 22 Metern einfach mal abzog. Wieder hatte die Torfrau Probleme, am Ende lag der Ball aber sicher in ihren Handschuhen. In der Nachspielzeit gab es dann noch einmal Ecke für die Löwinnen: Alysha Jakubowski zirkelte die Kugel in die Gefahrenzone, dort schraubte sich Alina Schiedung sehenswert in die Luft und platzierte das Spielgerät mit einem Lehrbuch-Kopfball im rechten Eck. Der Ausgleich für die Braunschweiger Eintracht mit dem Pausenpfiff, das 1:1!

Direkt danach war Halbzeit. Psychologisch wichtiger Zeitpunkt, ein Satz fürs Phrasenschwein, traf aber zu. Die Löwinnen hatten bis dahin nicht ihren besten Tag erwischt und vor allem im Aufbauspiel mit haarsträubenden Ballverlusten viel zu viele Einladungen verteilt. In der Offensive bekamen die Blau-Gelben ihre Stürmerinnen zu selten in Schusspositionen, sodass das Chancenplus auf Seiten der Gäste lag. Doch mit dem Ausgleich war wieder alles auf null, beziehungsweise eins, gesetzt. Trainer Sebastian Thies wechselte doppelt. Für Deike Hicken und Lilly Schröder kamen Charlotte Matuschek und Jelka Dehmel in die Partie.

Die Löwinnen kamen super aus der Kabine: Bereits wenige Augenblicke nach Wiederanpfiff brach Christiane Sturm über rechts in den Strafraum und visierte aus 14 Metern die untere linke Ecke an, doch die Torfrau parierte stark und lenkte den Ball noch um den Pfosten. Die Ecke schlug Lenja Kastner in die Mitte. Der Ball wurde vor die Füße von Jelka Dehmel geklärt, die per Volley abzog, aber ebenfalls nicht an der Torhüterin vorbeikam. Keine volle Minute später marschierte Christiane Sturm über die rechte Grundlinie in den Strafraum, ihren Querpass verpassten aber gleich mehrere Mitspielerinnen denkbar knapp.

Danach beruhigte sich die Partie wieder etwas, erst eine Viertelstunde später kamen die Gäste nach einem Gegenstoß aus gefährlicher Position zum Abschluss, der Schuss aus 14 Metern flog aber klar am Tor vorbei. Im direkten Gegenzug spritzte Jelka Dehmel bei einem Rückpass dazwischen und erzwang einen Pressschlag. Christiane Sturm schnappte sich den Ball, schoss die Kugel aus 14 Metern aber zu nah an die Torfrau, die sich somit das Spielgerät schnappen konnte. Zwei Zeigerumdrehungen später servierte Alysha Jakubowski eine Ecke auf den zweiten Pfosten, dort nahm Dilara Gruschka das Leder aus der Luft volley, drüber. Auf der anderen Seite sorgte ein katastrophaler Fehlpass für die Mega-Chance der Gäste, die völlig freie Bahn hatten. Doch Darleen Hermanski war heute einfach löwenstark und entschied das direkte Duell mit einer echten Monster-Parade für sich.

Zwei Minuten danach rutschte ein Steilpass durch, und die Gäste kamen aus 13 Metern zum Abschluss, doch Darleen Hermanski hielt den Schuss aus halbrechter Position fest. Ein paar Minuten später fabrizierten die Gäste eine Kerze im eigenen Strafraum, bei dem starken Wind brandgefährlich. Christiane Sturm entschied das Luftduell mit der Torfrau für sich, köpfte die Kugel aber knapp am Tor vorbei. Den folgenden Abstoß fing Lisa-Marie Naujoks ab und setzte sofort Dilara Gruschka in Szene, die aus 20 Metern wuchtig abzog. Der Ball zischte Richtung rechter Winkel, doch erneut war die Gäste-Torfrau da und parierte stark. Kurz darauf brach Christiane Sturm über rechts in den Strafraum und legte quer, in der Mitte verpassten Jelka Dehmel und Svenja Lemke. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit zog Josephine Michler aus etwa 30 Metern einfach mal ab, jagte den Ball aber rechts am Tor vorbei.

Dann war Schluss! Keine Tore im zweiten Durchgang, trotz guter Chancen auf beiden Seiten. Zwei gute aufgelegte Torhüterinnen sorgten für ein 1:1, das auch ein 3:3 hätte sein können. Beide Teams hatten Gelegenheiten, das Pendel in die eigene Richtung auspendeln zu lassen. Doch am Ende war das Remis durchaus leistungsgerecht und die erste Punkteteilung für die 2. Frauen in dieser Saison. Weiter geht es für das Team von Trainer Sebastian Thies am kommenden Sonntag. Dann sind die Blau-Gelben zu Gast beim MF Göttingen. Das Spiel gegen den direkten Tabellennachbarn wird um 11 Uhr angepfiffen. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Bis dahin

Euer Kivi

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