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Knappe Niederlage gegen Northeim

Die 2. Frauen liefern sich mit dem FC Eintracht Northeim einen spannenden Schlagabtausch, müssen sich am Ende aber mit 1:2 geschlagen geben. Besonders bitter: Den Löwinnen wurde ein eigentlich regulärer Treffer aberkannt. So gerieten die Blau-Gelben eine Viertelstunde später nach einem schmeichelhaften Freistoß in Rückstand. Christiane Sturm nutzte zehn Minuten vor dem Ende einen Fehler der Gäste zum durchaus verdienten Ausgleich, doch Northeim schlug ebenfalls noch einmal zu und ging kurz vor Schluss erneut in Führung.

Eintracht-Coach Sebastian Thies entschied sich für folgende Aufstellung: Darleen Hermanski (TW) – Anna Srock (30. Dilara Gruschka), Marie Brunner, Dilara Esen, Lena Krüger (85. Deike Hicken) – Lea Hampe-Michels, Josephine Michler (67. Aileen Willeke), Lisa-Marie Naujoks (C) – Melina Melzig (82. Jelka Dehmel), Christiane Sturm, Lenja Kastner (67. Lilly Schröder)

Die erste Chance gehörte den Gästen, die in der vorletzten Saison noch in der Oberliga gespielt hatten. Eine flache Hereingabe bekamen die Löwinnen nicht geklärt, den Abpraller drückte Northeim aus wenigen Metern aber am Tor vorbei. Auf der anderen Seite steckte Lenja Kastner auf die pfeilschnelle Melina Melzig durch, die in den Strafraum eindringen konnte und mit einem Querpass Sturmpartnerin Christiane Sturm suchte, doch der Pass kam zu sehr in den Rücken. Wenige Augenblicke später fiel der Ball vor die Füße von Lisa-Marie Naujoks, die aus 20 Metern einfach mal abzog: knapp rechts am Tor vorbei. Kurz darauf legte sich die 10 der Gäste unabsichtlich und dennoch perfekt an Lena Krüger vorbei und hatte plötzlich ganz viel Platz: Im Strafraum angekommen, zog die Offensiv-Akteurin wuchtig ab und knallte das Leder an den rechten Pfosten.

Zwei Zeigerumdrehungen später landete eine Freistoßflanke von Leandra Hampe-Michels über Umwege bei Christiane Sturm, die per Volley-Schuss aus 14 Metern abzog. Die Torhüterin konnte nur noch hinterherschauen, doch auf der Linie köpfte eine Verteidigerin den Ball noch weg. Die Kugel kam wieder zu Sturm, die erneut abzog, dieses Mal aber geblockt wurde. Im direkten Gegenzug kam die Nummer 10 der Gäste nach einer Flanke von der linken Seite sechs Meter vor dem Tor völlig frei zum Abschluss, drückte die Kugel aber tatsächlich am Tor vorbei. Sofort ging es wieder in die andere Richtung: Leandra Hampe-Michels suchte mit einem Steilpass Anna Srock, die im Laufduell mit der Torfrau nur einen Schritt zu spät kam.

Zehn Minuten später schickte Marie Brunner über die rechte Seite Christiane Sturm, die vom rechten Strafraumrand in die Mitte flankte. Dort versuchte eine Abwehrspielerin vor der einschussbereiten Melina Melzig zu klären, bugsierte den Ball aber aufs eigene Tor. Von der Latte sprang der Ball ins Toraus, Glück für die Gäste! Ein paar Minuten danach brachten sich die Löwinnen mit einem Ballverlust am eigenen Strafraum selbst in Gefahr, der Schuss der Gäste aus spitzem Winkel zischte nur knapp am Kasten vorbei. Auf der anderen Seite eroberte Josephine Michler den Ball und bediente sofort Melina Melzig, die aus 20 Metern abzog und nur knapp über das Tor schoss. Fünf Minuten später steckte Dilara Gruschka auf Christiane Sturm durch, die über die rechte Grundlinie in den Strafraum marschierte, im letzten Moment aber doch noch per fairer Grätsche gestoppt wurde. Den letzten Torabschluss im ersten Durchgang hatte Leandra Hampe-Michels, die einen direkten Freistoß aus 25 Metern zu zentral aufs Tor zog.

Dann war Halbzeit: Die Zuschauer hatten ein ausgeglichenes Spiel gesehen, bei dem die Löwinnen-Defensive aber etwas ungeordnet wirkte und oft erst kurz vor einem gefährlichen Abschluss dazwischen kam. Als Drittplatzierter der vergangenen Saison zeigte sich Northeim aber auch wirklich stark.

Kurz nach Wiederanpfiff musste Darleen Hermanski dann erstmals eingreifen, packte bei dem Flachschuss aus spitzem Winkel aber sicher zu. Und dann passierte sie, die mehr als diskussionswürdige Szene des Tages. Christiane Sturm zog mit einem herrlichen Dribbling unaufhaltsam in den Strafraum und legte quer. Melina Melzig zog aus 13 Metern ab, doch die Torhüterin parierte stark. Der Ball flog im hohen Bogen zu Christiane Sturm, die das Leder zurück in Richtung Tor köpfte und anschließend von der gegnerischen Torfrau abgeräumt wurde. Der Ball flog derweil an die Latte und prallte zurück ins Feld zu Melina Melzig, die zur vermeintlichen Führung abstaubte. Wenige Sekunden später pfiff der Schiedsrichter, zeigte Richtung Punkt, dann machte er die „Abstoß-Geste“ und lief zu am Boden liegenden Christiane Sturm und der Torfrau. Irgendwie kam der Unparteiische dann auf die Idee, dass es mit einem ruhenden Ball für die Gäste weiterging. Wie er zu dieser Entscheidung kam, konnte niemand nachvollziehen. Ganz bitter für die Löwinnen und großes Glück für die Gäste.

Nur zwei Minuten später schlug Leandra Hampe-Michels den Ball lang in den Strafraum. Dilara Gruschka war perfekt gestartet und nahm das Leder mit dem Rücken zum Tor direkt aus der Luft. Der Ball hätte genau unten links neben den Pfosten gepasst, doch die Torfrau kratzte das Spielgerät mit einer Wahnsinnstat noch von der Linie. Kurz darauf landete ein von Leandra Hampe-Michels direkt getretener Freistoß in den Armen der Gäste-Torhüterin. Zwei Minuten danach brach Northeim über rechts in den Strafraum, der folgende Flachschuss landete aber in den sicheren Armen von Darleen Hermanski.

Mitte der zweiten Halbzeit gab es einen mehr als schmeichelhaften Freistoß für die Gäste. Identische Szenen hatte der Schiedsrichter bis dahin weiterlaufen lassen und verlor mehr und mehr die Linie. Hier hatte es sich um einen üblichen Zweikampf gehandelt, ein ganz normaler Körpereinsatz. Bei der folgenden Freistoßflanke schalteten die Löwinnen zu langsam, während die Nummer 10 durchgelaufen war und somit viel zu viel Platz hatte und die Kugel im rechten Eck unterbringen konnte. Das 0:1 für die Gäste. Ein paar Minuten danach probierte es Lisa-Marie Naujoks bei einem Freistoß aus 20 Metern direkt, platzierte ihren Versuch aber zu zentral. Zehn Minuten vor dem Ende misslang den Gästen ein Rückpass völlig. Christiane Sturm hatte aufgepasst, umkurvte die Torfrau und schob aus spitzem Winkel ins leere Tor ein. Der verdiente Ausgleich für die Löwinnen, das 1:1!

Im direkten Gegenzug brach Northeim über rechts frei durch, doch Darleen Hermanski parierte den Schuss aus spitzem Winkel hervorragend. Der Nachschuss zappelte dann im Außennetz. Kurz darauf war die BTSV-Torfrau erneut gefragt und verhinderte mit einer starken Fußparade den Rückstand. Beide Teams drückten nun auf den Siegtreffer, doch die Löwinnen rückten zu weit nach vorne und standen fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit zu offen: Ein Pass reichte, um die gesamte Abwehrkette auszuhebeln und die Nummer 20 stand völlig frei vor Darleen Hermanski, die dieses Mal ohne Abwehrchance blieb, denn der Ball schlug genau neben dem rechten Pfosten ein, die späte Führung für die Gäste, das 1:2.

Zwei Minuten später bugsierte die Nummer 20 den Ball aus ähnlicher Position rechts am Tor vorbei. Die Gäste kamen jetzt immer wieder zu gefährlichen Gegenstößen, die Blau-Gelben warfen alles nach vorne. Kurz darauf verhinderte Darleen Hermanski die Vorentscheidung. Nach einem Ballverlust im Strafraum blieb sie im direkten Duell mit der Stürmerin Sieger. Bereits in der Nachspielzeit versuchte es Aileen Willeke noch einmal aus der zweiten Reihe, platzierte ihren Versuch aber zu zentral.

Dann war Schluss. Eine bittere Niederlage für die Löwinnen, vor allem wegen des zu Unrecht nicht anerkannten Tors. Weiter geht es für die Mannschaft von Trainer Sebastian Thies am kommenden Sonntag. Um 11 Uhr treten die Löwinnen bei der SVG Göttingen gegen den Spitzenreiter an. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.

Bis dahin

Euer Kivi

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