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Weiter punktlos

Die Eintracht geht endlich mal in Führung, schafft es aber nicht, diese zu halten und verliert nach einem späten Gegentreffer sogar noch mit 1:2 gegen den Karlsruher SC. Dabei hatte es im ersten Durchgang gar nicht so schlecht ausgesehen. Kapitän Ermin Bičakčić hatte in der Anfangsviertelstunde einen Abschluss von Sven Köhler ins Netz bugsiert und seine Mannschaft somit in Führung gebracht. Doch die Gäste fanden vor knapp 20.000 Zuschauern immer besser in die Partie und die Löwen verteilten immer mehr Einladungen. Und so konnte sich das Team von Trainer Daniel Scherning nicht beschweren, dass die Karlsruher sich irgendwann dann doch mal bedankten und mit zwei vermeidbaren Treffern die vollen drei Punkte aus der Löwenstadt entführten.

Eintracht-Coach Daniel Scherning entschied sich für folgende Aufstellung: Lennart Grill (TW) – Paul Jaeckel, Ermin Bičakčić (C), Robert Ivanov (90.+1 Kevin Ehlers) – Marvin Rittmüller, Sven Köhler, Robin Krauße (90.+1 Walid Ould-Chikh), Fabio di Michele Sánchez – Fabio Kaufmann (63. Johan Gómez) – Sebastian Polter (63. Levente Szabó), Rayan Philippe (78. Christian Conteh)

Die Blau-Gelben begangen engagiert und hatten bereits in der ersten Spielminute den ersten Abschluss. Rayan Philippe bediente Fabio Kaufmann, der eigentlich viel Platz hatte, aber etwas überhastet bereits aus 19 Metern abzog: weit vorbei, da war mehr drin. Wieder einmal hatten die Löwen also die erste Torchance des Spiels, wieder einmal wurde sie nicht genutzt. Die Anfangsviertelstunde war noch nicht vorbei, als Sven Köhler nach einem Einwurf stark nachsetzte und sich über rechts gegen mehrere Gegenspieler in den Strafraum tankte. Der Mittelfeldspieler zog aus spitzem Winkel einfach mal ab. In der Mitte hielt Kapitän Ermin Bičakčić den Fuß rein und bugsierte das Leder irgendwie ins Netz. Die erste Führung für die Braunschweiger Eintracht, das 1:0!

Beinahe hätten die Blau-Gelben gleich doppelt zugeschlagen. Keine zwei Minuten nach der Führung brach Rayan Philippe über die rechte Seite in den Strafraum und legte quer zu Sebastian Polter. Doch der Neuzugang traf das Leder aus 15 Metern unbedrängt nicht richtig und knallte das Spielgerät weit am Tor vorbei. Da war deutlich mehr drin! Einige Minuten später wurden auch die Gäste erstmals halbwegs gefährlich, doch der Abschluss aus der zweiten Reihe landete nur auf dem Tordach. Anschließend passierte lange Zeit nichts. Erst fünf Minuten vor der Pause wurde es richtig gefährlich und wieder waren es die Löwen: Nach einem Steilpass von Polter lief Philippe gleich zwei Verfolgern davon und kam aus leicht spitzem Winkel zum Abschluss, doch die Kugel zischte knapp am langen Pfosten vorbei ins Toraus.

Danach drehten die Gäste etwas auf und hatten in den letzten Minuten der ersten Halbzeit fast durchgängig den Ball. Schleusener ließ einen Wanitzek-Pass durch die Beine und so hatte Burnic aus 13 Metern plötzlich viel Platz, setzte seinen Versuch aber knapp über den Kasten. Die Nachspielzeit lief bereits, als der KSC über Zivzivadze noch einmal gefährlich zum Abschluss kam. Doch der Georgier scheiterte mit seinem Flachschuss aus elf Metern an einer tollen Parade von Eintracht-Schlussmann Lennart Grill.

Dann war Halbzeit. Der BTSV machte es defensiv ordentlich und hatte nicht viel zugelassen. In der Offensive war das Ganze noch ausbaufähig, Chancen gab es aber dennoch und mit etwas mehr Zielstrebigkeit und Glück hätte es auch schon 2:0 stehen können. Daniel Scherning schickte seine Mannschaft unverändert zurück aufs Feld.

Das erste Highlight nach Wiederanpfiff war eine gekonnte Brust-Annahme von Daniel Scherning. Kurz darauf sorgten zwei Ungenauigkeiten für den Gegenstoß der Gäste. Erst brauchte Robin Krauße viel zu lange, um sich vom Ball zu trennen, dann verlor Sven Köhler viel zu einfach den Ball. Der KSC machte es schnell: Eine Flanke von Hunziker legte Burnic mit der Hacke zu Wanitzek ab, der aus elf Metern völlig frei zum Schuss kam, das Leder aber an die Latte knallte. Riesenglück für die Eintracht!

Kurz darauf klärte Bičakčić eine Hereingabe vor die Füße von Günther, der das Tor aus 22 Metern aber klar verfehlte. Auf der anderen Seite verpasste Philippe eine abgefälschte Rittmüller-Flanke nur knapp. Fünf Minuten später setzte Rittmüller Szabó in Szene, dessen flache Hereingabe gerade noch vor dem einschussbereiten Philippe geklärt wurde. Nur wenige Minuten nach der Trinkpause glichen die Gäste aus. Der KSC spielte eine Ecke kurz aus und hatte viel zu viel Platz zum Flanken. In der Mitte wirkten die Löwen eigentlich gut sortiert, dennoch konnte Hunziker sich durchsetzen und aus kürzester Distanz zum 1:1-Ausgleich einköpfen.

Kurz darauf jagte Jensen einen Fernschuss weit über den Kasten von Lennart Grill. Auf der anderen Seite köpfte Ermin Bičakčić eine Freistoßflanke von Sven Köhler klar am Tor vorbei. Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit leitete eine weitere Freistoßflanke von Köhler die große Chance auf den erneuten Führungstreffer ein. Szabó stand am zweiten Pfosten völlig frei, bugsierte die Kugel aus wenigen Metern aber knapp rechts am Tor vorbei. Knapp zwei Minuten später sorgte ein kapitaler Ballverlust von Robin Krauße für entsetztes Schweigen im Eintracht Stadion. Conté schickte sofort Zivzivadze, der Ermin Bičakčić einfach davon lief und im direkten Duell mit Lennart Grill eiskalt einschob: 1:2.

Ein richtiges Aufbäumen war nicht mehr wirklich zu erkennen, passenderweise endete das Spiel mit einem falschen Einwurf der Löwen. Die vierte Niederlage im vierten Liga-Spiel. Dieses Mal war es knapp, die Punktzahl ist dabei aber die gleiche und die Tordifferenz eh bis auf Weiteres ruiniert. Heute lässt sich festhalten: Solche Einladungen kann man sich nur leisten, wenn man auch mehr als ein Tor selbst erzielen kann. Das ist den Blau-Gelben nicht gelungen und somit kann bleibt das Team von Trainer Daniel Scherning Schlusslicht der 2. Bundesliga. Immerhin: Abgeschlagen ist man noch nicht.

Bis dahin

Euer Kivi

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