Die U23 machte es nicht ansatzweise so spannend wie die Profis und stieg am Sonntagabend durch einen völlig ungefährdeten 6:0-Sieg gegen den TSV Vahdet drei Spieltage vor Saisonende als hochverdienter Meister in die Oberliga Niedersachsen auf. Etwa 400 Fans hatten sich gleich von der Klassenerhaltsparty in die Rheingoldarena begeben, einigen merkte man die Erschöpfung des nervenaufreibenden Spiels dann doch an. Dennoch wurden die jungen Löwen eifrig bejubelt, denn es war mal wieder eine blitzsaubere Leistung des Teams von Meistertrainer Ridha Kitar. Den Gästen ging es nur um Schadensbegrenzung, dennoch geriet der TSC Vahdet Braunschweig durch ein Eigentor in Rückstand. Ein Doppelpack von Torjäger Christian Ebeling und weitere Treffer von Robin Placinta, Benjamin Mbom und Linus Queißer machten dann das halbe Dutzend voll. Anschließend ließen sich die Blau-Gelben von den Fans feiern, ehe die U23 in eigener Runde den Aufstieg feierte.
Meistertrainer Ridha Kitar entschied sich für folgende Aufstiegs-Aufstellung: Justin Duda (TW) – Emil Kischka (63. Lukas Hungier), Phil-Lous Kunze, Erik Henschel (58. Leon Taiyo Suzuki) – Moritz Gollmer (58. Ensar Maloku), Jona Borsum, Len Schneider – Robin Placinta, Rami Zouaoui (58. Maksym Tytarenko), Linus Queißer – Christian Ebeling (C, 58. Benjamin Mbom)
Von Beginn an ging es nur in eine Richtung: Gäste-Tor. Bereits nach einer Minute steckte Robin Placinta auf Len Schneider durch, der über links in den Strafraum drang und die Kugel in die Mitte spielte, Rami Zouaoui wurde aus kurzer Distanz geblockt. Zwei Minuten später gab Linus Queißer das Leder nach tollem Dribbling an Robin Placinta weiter, der Moritz Gollmer bediente. Der rechte Schienenspieler kam aus 15 Metern zum Abschluss, sein Schuss prallte von der Oberkante der Latte ins Toraus. Anschließend fanden sich die Gäste etwas besser zurecht, machten aber auch nichts anderes als verteidigen und so blieb Justin Duda im Tor der Eintracht völlig beschäftigungslos. Mitte der ersten Halbzeit hatte Robin Placinta am rechten Strafraumrand etwas Platz und schlug die Kugel scharf vors Tor. Die Nummer 4 der Gäste versuchte zu retten, bugsierte die Kugel aber ins eigene Tor. 1:0 für die U23 und das war verdient!
Zum endgültigen Aufstieg würde auch ein Remis reichen, aber die jungen Löwen wollten auch das vorletzte Heimspiel unbedingt gewinnen und drängten sofort auf den nächsten Treffer. Rami Zouaoui zog aus der zweiten Reihe ab, doch ein Abwehrbein fälschte zur Ecke ab. Diese zirkelte Robin Placinta auf den ersten Pfosten, wo sich Erik Henschel im Luftduell durchsetzen konnte, die Kugel aber knapp über den Querbalken köpfte. Fünf Minuten später führte Emil Kischka einen Eckball kurz auf Rami Zouaoui aus, der von der linken Strafraumecke abzog. Sein Schuss wurde abgefälscht und klatschte an die Latte. Phil-Louis Kunze schnappte sich den Abpraller und zog vom rechten Strafraumrand ab, ballerte die Kugel aber über den Kasten. Kurz darauf köpfte Christian Ebeling eine Gollmer-Flanke über den Querbalken. In der letzten Minute der regulären Spielzeit steckte Robin Placinta auf Linus Queißer durch, der aus zehn Metern geblockt wurde. Doch Christian Ebeling reagierte blitzschnell, der Torjäger nagelte den Abpraller volley in die linke Ecke. Das 2:0 kurz vor der Pause, damit war das Spiel eigentlich schon gelaufen und der Aufstieg rollte schon in Richtung Eintracht-Tasche.
Direkt danach war Halbzeit. Eine hochverdiente Pausenführung für klar überlegene Löwen gegen extrem tief stehende Gäste, die sich nur auf Schadenbegrenzung konzentrierten und offensiv nicht ein einziges Mal in Erscheinung getreten waren. Eine einseitige Partie, bei der der Sieger und Aufsteiger schon feststand.
Doch kurz nach Wiederanpfiff kamen die Gäste doch noch zu einem Torabschluss. Nach einem Steilpass tauchte ein TSC-Akteur plötzlich vor Justin Duda auf, doch der BTSV-Schlussmann parierte den Flachschuss stark, anschließend bereinigte Erik Henschel die Situation. Im Gegenzug eroberte Robin Placinta nah am gegnerischen Strafraum den Ball. Rami Zouaoui zog in den 16er und suchte mit einer flachen Hereingabe einen Mitspieler, doch zwei Vahdet-Spieler grätschten dazwischen. Dabei sprang die Kugel aber klar an die Hand eines Verteidigers, klare Sache: Strafstoß. Das war eine Sache für Christian Ebeling, der sich die Chance nicht nehmen ließ und eiskalt in die untere rechte Ecke verwandelte: 3:0 und das 20. Saisontor in der Landesliga für den Torjäger!
Zwei Zeigerumdrehungen danach wurde eine Flanke von Moritz Gollmer vor die Füße von Robin Placinta geklärt, der aus 16 Metern abzog, doch der Schlussmann der Gäste konnte parieren. Eine Minute später versuchte es Emil Kischka bei einem Freistoß aus spitzem Winkel frech direkt. Der überraschte Torwart der Gäste brachte gerade noch eine Hand an den Schuss aufs kurze Eck. Anschließend wechselte Ridha Kitar vierfach: Für Kapitän Christian Ebeling, Rami Zouaoui, Moritz Gollmer und Erik Henschel kamen Benjamin Mbom, Maksym Tytarenko, Ensar Maloku und Leon Taiyo Suzuki. Eine Minute nach seiner Einwechslung durfte Benjamin Mbom dann auch schon jubeln: Len Schneider marschierte unaufhaltsam über die rechte Seite und bediente im Rückraum Linus Queißer, der die Kugel per Direktabnahme aus 17 Metern aufs rechte untere Eck donnerte. Der Torwart brachte zwar noch eine Hand an den Ball, aber Benjamin Mbom reagierte am schnellsten, stand nicht im Abseits und staubte zum 4:0 ab. Das zehnte Tor für den Stürmer in der Landesliga und das, obwohl der junge Torjäger die gesamte Hinrunde verletzt ausgefallen war!
Kurz darauf versuchte Phil-Louis Kunze aus der zweiten Reihe sein Glück, die Kugel zischte nur knapp am linken Pfosten vorbei ins Aus. Fünf Minuten danach brach Linus Queißer scheinbar frei durch, doch im letzten Moment kam noch ein Verteidiger mit einer Grätsche dazwischen. Die Kugel landete bei Jona Borsum, der mit seiner Direktabnahme im Vollsprint aus neun Metern zwar am Torwart vorbeikam, aber nur den rechten Pfosten traf. Der dritte Alu-Treffer in diesem Spiel! Drei Minuten danach zog Len Schneider von der linken Seite nach innen und suchte aus 20 Metern den Abschluss. Seinen Rechtsschuss parierte der Torwart zur Seite. Eine Viertelstunde vor dem Ende wurde es dann richtig schön. Eine traumhafte Kombination über Linus Queißer, Benjamin Mbom und Maksym Tytarenko endete bei Robin Placinta, der das Leder aus 14 Metern trocken in die rechte Ecke ballerte. 5:0!
Zwei Zeigerumdrehungen später sorgte erneut Linus Queißer für Gefahr und steckte im richtigen Moment auf Maksym Tytarenko durch, der aus spitzem Winkel mit der Schuhspitze noch an den Ball kam, die Kugel aber nicht am Torwart vorbei spitzeln konnte. Kurz vor dem Abpfiff durfte der Top-Torjäger der Braunschweiger Landesliga dann aber auch nochmal selbst treffen. Einen langen Ball verarbeitete Linus Queißer nicht nur super, anschließend streichelte der Stürmer den Ball mit ganz viel Gefühl am Torwart vorbei. Die Kugel kullerte genau in die untere rechte Ecke, während die Abwehr und der Torwart der Gäste nur noch staunend hinterherschauen konnte. Saisontor Nummer 26 in der Landesliga für den Winterneuzugang der U23. Damit baute Queißer nicht nur seinen Vorsprung in der Torjägerliste aus, sondern machte auch das halbe Dutzend voll.
Kurz darauf war Schluss! Die jungen Löwen streiften sich die Aufstiegsshirts über und das ein oder andere Kaltgetränk fand wenig später den Weg auf das neue Kleidungsstück. Anschließend ging es zu den Fans, mit denen noch einige Gesänge abgefeiert wurden, ehe der lange verletzte Maurice Franke seine Stimme opferte und die Blau-Gelben zur Aufstiegs-Humba brüllte. Drei Spieltage vor Schluss ist die U23 somit nach 20 ungeschlagenen Spielen in Folge aufgestiegen. Auch von mir nochmal herzlichen Glückwunsch an euch, eine tolle Leistung und ein absolut verdienter Erfolg! Weiter geht es für die jungen Löwen Pfingstmontag. Dann geht die Reise zum MTV Gifhorn, für den es noch um den Klassenerhalt geht. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Bis dahin
Euer Kivi

