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Schon wieder gewonnen!

Heimsieg! Die Löwen gewinnen zum vierten Mal in Folge, festigen den Relegationsplatz und sind nun punktgleich mit dem FC Schalke 04, dem nächsten Gegner. Im heutigen Spiel hatten die Gäste aus Magdeburg eine ganze Menge Ballbesitz. Doch die Eintracht erspielte sich früh ein Chancenplus und als Ermin Bičakčić aus dem Getümmel zur Führung traf, konnte man diese durchaus als verdient bezeichnen. Fortan verwalteten die Blau-Gelben das erste Zweitliga-Heimspiel des Jahres recht souverän und verhinderten weitgehend größere Chancen der Gäste. Allerdings verpasste man es, den Deckel draufzumachen und so mussten die Eintracht-Fans unter den über 22.000 Zuschauern bis zum Ende um den vierten Dreier in Serie zittern.

Eintracht-Coach Daniel Scherning entschied sich für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann (TW) – Marvin Rittmüller (80. Danilo Wiebe), Robert Ivanov, Ermin Bičakčić, Hasan Kuruçay, Anton Donkor – Fabio Kaufmann (80. Anthony Ujah), Robin Krauße (C, 90. Jannis Nikolaou), Þórir Helgason (65. Niklas Tauer) – Johan Gómez (90. Sebastian Griesbeck), Rayan Philippe

Fünf Minuten waren gespielt, als Philippe erstmals gefährlich in Tornähe auftauchte, doch die Gäste konnten auf Kosten einer Ecke klären. Diese brachte Þórir Helgason in die Mitte, wo Condé unabsichtlich verlängerte. Da fehlte nicht viel zum Eigentor, doch die Kugel flog knapp am langen Pfosten vorbei. Trotzdem ging es mit Abstoß für den FCM weiter. Nur eine Minute später setzte Ivanov mit einem tollen Diagonalball Anton Donkor ein, dessen Flanke Philippe im Strafraum nicht perfekt erwischte. Von Heber prallte der Ball allerdings doch noch gefährlich aufs Tor. Glück für die Magdeburger, dass das Spielgerät zentral aufs Tor flog und somit in den Armen von FCM-Keeper Reimann landete. Kurz darauf landete ein weiter Kaufmann-Einwurf bei Donkor, der aus extrem spitzem Winkel nicht am Torwart vorbeikam. Die Anfangsviertelstunde war gerade abgelaufen, als Marvin Rittmüller einen Einwurf von Kaufmann zurück zu unserer Nummer 37 spielte. Kaufmann zog mit einem starken Dribbling in den Strafraum und legte quer. Philippe, Helgason und Gómez scheiterten an diversen Magdeburger Beinen, ehe Ermin Bičakčić genug von dem Getümmel hatte und das Leder aus kurzer Distanz in die Maschen knallte. Die Führung für die Braunschweiger Eintracht!

Fünf Minuten später marschierte Donkor los und hatte das Auge für den startenden Philippe, der mal wieder mit Ball schneller als sein Gegenspieler war. Aus ziemlich spitzem Winkel gewann ihm auch ein relativ gefährlicher Schuss, aber Reimann konnte mit einem Reflex parieren. Kurz darauf war erstmals Thorben Hoffmann gefordert, als er einen unangenehmen Flatterball von Atik souverän zur Ecke parierte. Und auch der Eckball wurde gefährlich, doch Hugonet köpfte aus kurzer Distanz schon eher klar am Tor vorbei. Wenig später hatten die Magdeburger dann großes Glück, zu elft weitermachen zu dürfen. Heber foulte Gómez bei einem Konter klar taktisch, doch Schiedsrichter Dankert beließ es bei einer letzten Ermahnung statt die „Lehrbuch-Gelbe“ regeltreu zu bestrafen. Kurz darauf wurde Heber dann auch ausgewechselt.

Nach einem Freistoß wurde es erneut unübersichtlich im Magdeburger Strafraum. Rittmüller nahm einen Abpraller direkt, die Kugel flipperte etwas hin und her, anschließend machte FCM-Keeper Reimann es kompromisslos und knallte den Ball aus der Gefahrenzone. Auf der anderen Seite tanzte Ameachi Donkor aus und schlug eine gefährliche Flanke, doch in der Mitte trat El Hankouri über die Pille. Zwei Minuten später machten die Gäste es ganz schnell. Über Atik kam der Ball zu Ameachi, der nach innen zog und von der Strafraumkante den Abschluss suchte. Hoffmann packte sicher zu. Kurz darauf kam Atik nach einer Flanke von Hugonet aus wenigen Metern zum Kopfball, produzierte aber nur eine leichte Aufgabe für Löwen-Schlussmann Hoffmann.

Es lief bereits die Nachspielzeit, als Atik nach einem leichten Kontakt mit Kaufmann sehr theatralisch zu Boden ging und mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen blieb. Mit etwas weniger Schauspiel hätte es hier vielleicht sogar Strafstoß gegeben, denn ein Kontakt war da. Aber nicht jeder leichte Kontakt ist auch ein zwingender Strafstoß. Eintracht verzichtete derweil sportlich fair auf einen Konter und spielte den Ball ins Aus. Wenig später zeigte sich, warum man das im Abstiegskampf nicht tun sollte. Als nach einem Zweikampf im Mittelfeld Johan Gómez liegen blieb, spielten die Magdeburger nämlich einfach weiter. Da Schiedsrichter Dankert ebenfalls nicht unterbrach, ging Fabio Kaufmann resolut dazwischen. Etwas zu resolut allerdings, denn es gab Freistoß und den gelben Karton. Der anschließende Freistoß wurde nicht gefährlich. Kurz vor dem Pausenpfiff kam El Hankouri im Zweikampf mit Hasan Kuruçay viel zu spät und rammte den Innenverteidiger einfach um. Ähnliche Szene wie bei Fabio Kaufmann, gelb gab es allerdings nicht.

Dann war Halbzeit. Die Löwen führten verdient, die Magdeburger fanden im Laufe der Partie aber immer besser ins Spiel. Es hieß also wachsam bleiben und zugleich versuchen, den Deckel drauf zu machen. Daniel Scherning verzichtete auf Wechsel, es ging nach Wiederanpfiff unverändert in Richtung Südkurve.

Die erste Torannäherung im zweiten Durchgang erspielte sich die Eintracht: Ivanov steckte klasse auf Kaufmann durch, den den Kopf hochnahm und an die Strafraumkante zurücklegte. Dort hatte Þórir Helgason viel Platz und zog direkt ab. Dabei traf der Isländer die Kugel aber nicht perfekt und verfehlte das Tor in aussichtsreicher Position schon recht klar. Die Magdeburger hatten nicht mehr ganz so viel Ballbesitz, teilten dafür aber ordentlich aus. Während eine rüde Grätsche gegen Rittmüller nur mit einem Freistoß betraft wurde, sahen in den nächsten Minuten Bockhorn, Krempicki und Elfadli den gelben Karton. Es dauerte bis zur 70. Minute, ehe es wieder gefährlich wurde. Kaufmann schleuderte einen Einwurf in den Strafraum, Philippe lenkte den Ball irgendwie mit der Hacke aufs Tor. Reimann konnte parieren, Gómez stocherte nach, doch die Gäste klärten doch noch.

Eine Viertelstunde vor dem Ende prallte der Ball nach Einsatz von Philippe in den Lauf von Tauer. Der kam etwas eher an die Kugel als Elfadli, stocherte den Ball aber genau gegen den grätschenden Gegenspieler und wurde dann abgeräumt. Schiedsrichter Dankert entschied sofort auf Freistoß und gab den Magdeburger gelb-rot. Eine harte Entscheidung, da verlangte die Szene von Heber im ersten Durchgang schon um einiges deutlicher eine zweite gelbe Karte. Das nötige Matchglück schien heute also mal auf Seite der Eintracht zu sein. Der Freistoß brachte allerdings nichts ein. Manche Dinge waren dann also doch wie immer. Wenig später gab es nach einem Handspiel den nächsten aussichtsreichen Freistoß für die Blau-Gelben. Philippe versuchte es direkt, zielte aber etwa einen Meter zu hoch. Deutlich gefährlicher wurde es zwei Zeigerumdrehungen danach: Tauer steckte auf Gómez durch, der halbrechts vor Reimann auftauchte, aus 13 Metern aber nicht an Reimann vorbeikam. Den Nachschuss ballerte Wiebe weit am Kasten vorbei.

Die reguläre Spielzeit war bereits fast abgelaufen, als ein Schuss von Krempicki geblockt wurde. Das Startsignal für einen Konter im Eiltempo. Philippe rannte mit Ball seinen Verfolgern davon und drang in den Strafraum ein. Dort fehlte ihm dann aber etwas die Kraft für den perfekten Querpass, sodass die Magdeburger noch dazwischen kamen. Die Nachspielzeit war in den letzten Zügen, als die Löwen den nächsten schnellen Gegenstoß aufzogen. Wiebe spielte den Ball von der rechten Strafraumseite perfekt zu Donkor, der am Strafraumrand ebenso viel Zeit wie Platz hatte, aber nicht mehr die notwendige Power in den Beinen trug. So wurde sein Abschluss zu einer besseren Rückgabe, die Reimann im Nachfassen sicher hatte. Da war mehr drin! In der letzten Minute der Nachspielzeit hätte es beinahe ein Fußballmärchen an der Hamburger Straße gegeben: Anthony Ujah, nach seiner langen Verletzung erstmals wieder im Eintracht-Stadion auf dem Platz, tauchte nach Pass von Donkor völlig frei vor Reimann auf, brachte die Kugel aber nicht am Magdeburger Schlussmann vorbei. Ein komplett fitter Ujah hätte den vermutlich gemacht.

Aber das war am Ende egal, denn kurz danach war Schluss und die Eintracht durfte wieder einmal feiern! Der fünfte Sieg unter Trainer Daniel Scherning, der vierte in Folge. Punkt- und torgleich mit Hansa Rostock, punktgleich mit dem kommenden Gegner Schalke 04. Am kommenden Samstag kann also der nächste große Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht werden. Das Ziel ist noch lange nicht erreicht, die Mannschaft scheint aber einen guten Weg eingeschlagen zu haben.

Bis dahin

Euer Kivi

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