Website-Icon

Revanche geglückt

Heimsieg! Nachdem die Eintracht in der vergangenen Woche gegen den FC Schalke 04 aus dem DFB-Pokal geflogen war, glückte heute die Revanche. Mit einer couragierten Leistung bezwangen die Löwen die Königsblauen mit 1:0 und fuhren verdient die ersten drei Punkte in der laufenden Saison ein. Eine nach Abpfiff immer noch prall gefüllte Südkurve feierte die Heimsieger noch einige Zeit mit Gesängen. Das Tor des Tages erzielte Fabio Kaufmann, der von Anthony Ujah bedient wurde. Durch den ersten Sieg springen die Blau-Gelben auf den 14. Tabellenplatz.

Jens Härtel entschied sich im zweiten Aufeinandertreffen mit den Schalkern für folgende Aufstellung: Thorben Hoffmann (TW) – Brian Behrendt (90.+7 Gelb-Rot), Robert Ivanov, Hasan Kuruçay – Jan-Hendrik Marx (63. Marvin Rittmüller), Robin Krauße, Jannis Nikolaou (C), Anton Donkor – Fabio Kaufmann (63. Rayan Philippe), Anthony Ujah (90.+4 Saulo Decarli), Johan Gómez (73. Kaan Caliskaner)

Nach wenigen Minuten lag der Ball im Braunschweiger Tor. Einen Freistoß von Ouwejan köpfte Karaman ins Tor, aber die Fahne ging sofort hoch: Abseits. Im direkten Gegenzug setzte sich Donkor über links durch und bediente Anthony Ujah, der Stürmer zog nach innen und suchte aus 18 Metern den Abschluss, knapp rechts vorbei. Kurz darauf machte Ujah den Ball gegen mehrere Gegenspieler fest und zog aus wenigen Metern aus der Drehung ab, Ouwejan blockte gerade noch zur Ecke. Die anschließende Ecke köpfte Ujah drüber. Etwas mehr als zehn Minuten waren gespielt, als Behrendt auf den startenden Kaufmann durchsteckte. Dieser kam rechts im Strafraum aus spitzem Winkel zum Abschluss, Schalke-Torwart Müller konnte den Schuss aber parieren.

Kurz darauf probierte es Nikolaou im Anschluss an eine Ecke aus der zweiten Reihe, weit über den Kasten. Auf der anderen Seite kam Terodde auf der Strafraumgrenze im Fallen zum Abschluss, verfehlte sein Ziel aber ebenfalls deutlich. Ein paar Minuten später klärte Ivanov einen hohen Ball direkt vor die Füße von Lasme, der aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf. Fast im direkten Gegenzug fingen die Löwen einen Pass nach einem Einwurf der Gäste ab und schalteten schnell um. Anthony Ujah sah und fand den perfekt gestarteten Fabio Kaufmann, der nur noch Torwart Marius Müller vor sich hatte und aus 13 Metern per Flachschuss zur Führung traf! Das 1:0 für die Braunschweiger Eintracht und in der Südkurve lagen sich trotz hohen Temperaturen tausende Blau-Gelbe in den Armen! Das war wichtig, das war verdient!

Nur zwei Minuten später rollte der nächste Eintracht-Angriff Richtung Nordkurve: Gómez bediente Ujah, der nicht mehr ganz kontrolliert an den Ball kam und aus wenigen Metern links am Tor vorbeischoss. Nach einer Trinkpause kamen die Schalker auch mal wieder zu einem Angriff, doch Thorben Hoffmann eilte aus seinem Kasten, war vor Lasme am Ball und entschärfte die Situation per Kopf. Etwas mehr als eine halbe Stunde war gespielt, als die Schalker zu ihrer ersten richtig dicken Gelegenheit kamen. Karaman drang über links in den Strafraum ein, kam gerade noch vor Hoffmann an den Ball und chippte die Kugel Richtung Tor. Der Ball flog knapp am rechten Pfosten vorbei.

Ein paar Minuten vor der Pause gewann Behrendt stark den Ball und schlug die Kugel lang in Richtung Strafraum. Dort wurde Ujah hart bearbeitet, setzte sich aber dennoch durch, legte sich das Spielgerät mit der Brust vor und zog vom Strafraumrand per Volleyschuss ab. Marius Müller musste sein ganzes Können aufbringen, um den wuchtigen Schuss noch über die Latte zu lenken. Zwei Zeigerumdrehungen später setzte ein toller langer Ball von Nikolaou Anton Donkor in Szene, der die Kugel aber nicht richtig kontrollieren konnte und somit eine aussichtsreiche Gelegenheit liegen ließ. Die sechsminütige Nachspielzeit war bereits beinahe abgelaufen, als Anton Donkor nochmal links im Strafraum aus etwa 16 Metern abzog. Sein wuchtiger Versuch aus spitzem Winkel zischte am langen Pfosten vorbei ins Aus.

Direkt danach war Halbzeit. Die Löwen von Trainer Jens Härtel führten verdient gegen den Bundesliga-Absteiger! Defensiv ließ die Abwehr um den Debütanten Robert Ivanov wenig zu, offensiv erspielten sich die Blau-Gelben gefühlt mehr Chancen als in allen drei Spielen zuvor. S04-Trainer Reis war wenig überraschend überhaupt nicht zufrieden und wechselte gleich dreifach.

Das hätte auch beinahe sofort gefruchtet. Der zweite Durchgang war erst wenige Sekunden alt, als Lasme von der rechten Seite flanken konnte. In der Mitte kam Kozuki völlig frei zum Abschluss, doch der kurz vor der Pause für den verletzten Karaman eingewechselte Japaner traf den Ball nicht richtig und beförderte die Kugel aus bester Position Richtung Eckfahne. Auf der anderen Seite verschätzte sich Müller bei einem Eckball etwas, kam aber doch gerade noch vor dem lauernden Ujah an den Ball. Wenig später steckte Matriciani auf Terodde durch, der aus wenigen Metern zum Ausgleich traf. Oder doch nicht? Der VAR meldete sich, Terodde jubelte ein zweites Mal ausgiebig im Mittelkreis und war sich sicher, dass das Tor zählen würde. Doch es lag eine Abseitsstellung vor und dementsprechend zählte der Treffer zurecht nicht. Es blieb also beim 1:0!

Ein paar Minuten später zog Kozuki vom Strafraumrand ab, klar drüber. Etwas mehr als eine Stunde war gespielt, als Simon Terodde im Strafraum auftauchte. Ivanov ging großes Risiko ein und beackerte den Stürmer intensiv. Dennoch kam Terodde zu Schuss, scheiterte aber am klasse reagierenden Thorben Hoffmann. Das Schiedsrichtergespann wertete den Zweikampf als regelkonform. Die Gäste kamen immer besser in die Partie, den Löwen fehlte etwas die Entlastung durch Konter. In der Meisterminute bekamen die Schalker einen Freistoß aus bester Position zugesprochen. Ouwejan zirkelte den Ball über die Mauer hinweg in Richtung linker Winkel, zielte aber etwas zu hoch, denn die Kugel sprang von der Oberkante der Latte ins Toraus. Ein Raunen ging durchs Eintracht-Stadion.

Danach wurden die Blau-Gelben wieder besser und kamen zu Kontergelegenheiten. Eine Viertelstunde vor Ende der regulären Spielzeit zog Caliskaner in Richtung Strafraum, suchte aber, statt selbst abzuschließen, den mitgelaufenen Donkor, doch sein Pass geriet zu weit. Eine Minute später drang Philippe über rechts in den Strafraum, legte quer für Caliskaner, der im letzten Moment noch am Schuss aus wenigen Metern gehindert wurde. Wiederum nur wenig später kam Philippe über halblinks in den Strafraum der Schalker und zog kurz nach der Strafraumkante ab. Müller reagierte stark und lenkte das Geschoss zur Ecke. Zwei Minuten später kam Philippe aus abseitsverdächtiger Position zum Abschluss, wieder verhinderte Müller den Einschlag.

Im direkten Gegenzug erwischte Terodde eine Flanke von Kabadayi mit dem Kopf und zwang Hoffmann zu einer Glanztat, der Löwen-Schlussmann lenkte das Leder mit einer tollen Reaktion über den Querbalken. Fünf Minuten später hatte Ujah nach einem Doppelpass augenscheinlich freie Bahn, für einen längeren Sprint fehlten dem Stürmer die Körner und so wurde er noch abgelaufen. Eine Minute danach köpfte Ujah eine Flanke zu Philippe, der aus vier Metern den Ball nicht traf. Es wäre vermutlich aber ohnehin Abseits gewesen.

Wenig später wurden sieben Minuten Nachspielzeit angezeigt. Doch statt eines Endspurts der Schalker verpassten die Löwen erstmal erneut die Vorentscheidung: Ujah tauchte nach einem tollen Pass von Wiebe frei vor dem Tor der Gäste auf, kam mit seinem Flachschuss aber nicht am erneut stark reagierenden Marius Müller vorbei. Kurz darauf kam Rittmüller rechts im Strafraum an die Kugel, seine flache Hereingabe klärten die Schalker in höchster Not. Eine Minute vor Ende der Nachspielzeit kam Ouedraogo plötzlich per Volley zum Abschluss im Löwen-Strafraum, sein Schuss flog aber weit vorbei. Die Nachspielzeit war bereits beinahe abgelaufen, als Behrendt noch einmal taktisch foulte. Für sein Vergehen gegen Kabadayi bekam der bereits verwarnte Innenverteidiger die Gelb-Rote Karte. Bereits die dritte Ampelkarte im vierten Saisonspiel. Marius Müller ging mit nach vorne, doch in Unterzahl konnten sich die Löwen befreien und starteten einen letzten Konter. Das Tor war leer, also versuchte es Donkor aus großer Ferne, verfehlte das Tor aber um ein gutes Stück.

Doch kurz darauf war Schluss! Die Eintracht gewinnt gegen den FC Schalke 04 verdient mit 1:0 und darf zum ersten Mal in dieser Saison einen Sieg feiern. Somit glückte die Revanche nach dem Pokal-Aus und man sammelte wichtige Punkte im Abstiegskampf. Weiter geht es am kommenden Sonntag um 13:30 Uhr beim Karlsruher SC.

Bis dahin

Euer Kivi

Die mobile Version verlassen