Gegen den in der vergangenen Saison aus der Regionalliga Nord abgestiegenen VfV Borussia 06 Hildesheim zeigt die U23 eine tolle Leistung und muss erst in der Schlussminute den Ausgleich hinnehmen, nachdem die Nachwuchslöwen zuvor Chancenwucher betrieben hatten. Das Team von Marc Pfitzner zeigte sich erneut stark und bereit für die im August startende Landesliga-Saison. Nachdem die Blau-Gelben durch ein Eigentor in Führung gegangen waren, erzielte Damir Vrancic per direkt verwandeltem Freistoß die erneute Führung. Durch den späten Ausgleich hieß es am Ende 2:2-Unentschieden.
U23-Coach Marc Pfitzner entschied sich für folgende Aufstellung: Luca Podlech (TW) – Moritz Gollmer (46. Phil Kunze), Erik Henschel, Maxim Root (46. Leon Suzuki), Jonas Wand – Damir Vrancic (C), Jona Borsum – Arlind Sadiku (46. Finn Hofmann), Nummer 25 (46. Maksym Tytarenko), Robin Placinta (46. Lukas Hungier) – Maurice Franke (46. Lando Baerwolf)
Wenige Augenblicke nach Anpfiff fing die Nummer 25 einen Pass vom Torwart ab und setzte Robin Placinta in Szene, der aus leicht spitzem Winkel wuchtig abzog. Der Torhüter parierte mit der Brust. Eine Minute später köpfte Vrancic einen Gollmer-Einwurf zu Arlind Sadiku, der das Leder zu Jona Borsum weiterleitete. Der Mittelfeldspieler bugsierte das Leder irgendwie aufs Tor, der Schlussmann der Gäste packte aber sicher zu. Zehn Minuten waren gespielt, als Maxim Root die Nummer 25 auf der rechten Seite mit einem langen Ball Richtung Grundlinie schickte. Die flache Hereingabe verpasste Arlind Sadiku in der Mitte knapp, Robin Placinta grätschte die Kugel aufs Tor, wo ein Abwehrspieler im letzten Moment rettete, dabei aber seinen Mitspieler abschoss, von dem der Ball ins Tor prallte. Das frühe 1:0 für die Löwen, ein Eigentor.
Fünf Minuten später köpfte Damir Vrancic eine Ecke von Robin Placinta über den Querbalken. Zehn Minuten nach der Führung bekamen die Gäste einen Freistoß zugesprochen. Die Nummer 33 zog diesen aus 25 Metern direkt aufs Tor, der Ball setzte noch einmal auf, Löwen-Keeper Podlech kam noch mit den Fingerspitzen an die Kugel, konnte aber nicht verhindern, dass der Ball von der Latte ins Netz sprang. Der Ausgleich mit dem ersten Schuss der Gäste aufs Tor, 1:1.
Im direkten Gegenzug luchste Robin Placinta seinem Gegenspieler den Ball ab, die Nummer 25 hatte freie Bahn, wurde aber zurückgepfiffen. Der Schiedsrichter hatte beim harten Einsteigen von Placinta, der aber auf jeden Fall auch den Ball spielte, ein Foul erkannt und verwarnte den flinken Flügelflitzer auch noch.
Zwei Minuten später drückte Jona Borsum eine Freistoßflanke knapp drüber, aber vorher hatte sich ein Eintracht-Akteur unfair durchgesetzt. Es ging weiter mit Freistoß für die Hildesheimer. Auf der anderen Seite wurde es nach einem Ballverlust beinahe richtig gefährlich, doch mit vereinten Kräften konnte die Blau-Gelbe Hintermannschaft die Situation bereinigen. Drei Minuten später kombinierten sich die Gäste mit schnellen und direkten Pässen in den Strafraum, der Schuss aus 13 Metern flog aber ebenfalls 13 Meter am Tor vorbei. Kurz darauf verlagerte Franke das Spiel nach rechts auf Moritz Gollmer. Dessen Flanke landete bei Sadiku, der aber geblockt wurde. Zehn Minuten später kam der VfV vom Strafraumrand zum Abschluss, Podlech musste aber nicht eingreifen, der Ball flog über den Kasten.
Dann war Halbzeit. Bis dato ein ausgeglichenes Spiel, von einem Klassenunterschied war hier überhaupt nichts zu spüren. Zum Seitenwechsel tauschte Marc Pfitzner kräftig durch: Für Maurice Franke, Moritz Gollmer, Maxim Root, Robin Placinta, Arlind Sadiku und die Nummer 25 kamen Lando Baerwolf, Phil Kunze, Leon Suzuki, Maksym Tytarenko und Lukas Hungier.
Wenige Minuten nach Wiederanpfiff brach Tytarenko über rechts in den Strafraum, sein Querpass wurde aber noch zur Ecke geklärt. Die anschließende Ecke von Hoffmann köpfte Vrancic am Tor vorbei. Zwei Minuten später köpfte Baerwolf einen Hoffmann-Freistoß aus dem Halbfeld aus kurzer Distanz über den Querbalken. Ein paar Minuten danach tauchte Maksym Tytarenko nach einem langen Ball rechts im Strafraum auf, sein Volley aus 14 Metern landete aber nur auf dem Tordach. Etwa eine Stunde war gespielt, als sich Damir Vrancic in aussichtsreicher Position den Ball zum Freistoß zurechtlegte. Der bekanntermaßen gute Freistoßschütze lief an und der Ball schlug unten links ein. Das 2:1 für die U23!
Eine Minute später eroberte Vrancic den Ball an der Mittellinie und sah, dass der Torhüter zu weit vor dem Tor stand, sein Schuss aus über 40 Metern flog dann aber doch links am Tor vorbei. Fünf Minuten später tauchte Hildesheim nach einem Steckpass frei vor dem Tor auf, Löwen-Schlussmann Luca Podlech verhinderte mit einer starken Fußparade aber den Ausgleich. Erneut fünf Minuten später kam die Kugel nach einer schönen Kombination über Hoffmann und Tytarenko zu Lando Baerwolf, der im allerletzten Moment doch noch abgegrätscht wurde. Eine Minute später steckte Tytarenko perfekt auf den startenden Baerwolf durch, der im direkten Duell mit seinem Schuss nicht am gegnerischen Torwart vorbeikam. Die anschließende Ecke von Finn Hoffmann köpfte Damir Vrancic über den Querbalken.
Kurz darauf setzte sich Hoffmann im Kopfballduell durch und köpfte Maksym Tytarenko perfekt in den Lauf, der plötzlich freie Bahn hatte, seinen Schuss aus leicht spitzem Winkel parierte der Torwart, der Nachschuss von Tytarenko landete dann am Außennetz. Auf der anderen Seite wurde es nach einem Ballverlust im eigenen Strafraum gefährlich, doch der VfV-Akteur ballerte aus elf Metern zwei Meter über das Tor. Im Gegenzug kam Tytarenko bei einer Vrancic-Flanke vor dem Torhüter mit dem Kopf an den Ball, platzierte das Leder aber knapp rechts neben das Tor. Bei dem folgenden Abstoß presste Tytarenko früh und eroberte den Ball im gegnerischen Strafraum, seine Flanke auf den völlig freien Hoffmann geriet aber zu ungenau. Dann kamen wieder die Gäste: Erst landete ein Schuss nach einem langen Ball am Außennetz, dann ballerte Ex-Löwe Carlos Christel aus 14 Metern links am Tor vorbei. Die reguläre Spielzeit war in den letzten Sekunden, als sich die Hildesheimer schnell und sehenswert rechts vor den Strafraum kombinierten. Die anschließende Flanke köpfte Fred MC Mensah Quarshie aus kurzer Distanz zum ganz späten Ausgleich in die Maschen, 2:2.
Kurz darauf beendete der Schiedsrichter die Partie. Der späte Ausgleich war sicherlich etwas ärgerlich, in einem Testspiel ist die Leistung grundsätzlich aber wichtiger und die war wirklich gut. Von einem Ligenunterschied war auch im zweiten Durchgang nichts zu sehen und die Gäste hätten sich auch nicht beschweren können, wenn sie höher als 2:1 zurückgelegen hätten. Am kommenden Samstag steht die Generalprobe an, dann testet die U23 um 14 Uhr gegen Lupo Martini. Gespielt wird auf dem Platz vom SV Glückauf Rammelsberg. Mehr Bilder zum Spiel findet ihr hier.
Bis dahin
Euer Kivi

